Häufig gestellte Fragen – und die Antworten

Wer darf am Fastenwandern für Gesunde teilnehmen?

Alle Menschen, die sich gesund und fit genug fühlen, um eine Woche auf feste Nahrung zu verzichten und beim Fasten an längeren Wanderungen, mind. 12 km, teilnehmen zu können. Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, deren Wirkung sich aufgrund des veränderten Stoffwechsels verstärken oder verringern könnte, müssen zuvor mit ihrem Hausarzt über ihren Fastenwunsch sprechen und abklären, ob sie teilnehmen dürfen.

Vor Beginn des Fastenkurses sende ich jedem Teilnehmer einen einseitigen Fragebogen zu, um abzuklären, ob eine Teilnahme am Fasten für Gesunde möglich ist und halte bei Bedarf telefonische Rücksprache.

Wer darf am Fasten nach Buchinger nicht teilnehmen?

  • Schwangere und stillende Mütter
  • Menschen mit Bluthochdruck unter Medikation
  • Menschen mit Diabetes mellitus
  • Menschen mit schwerer Schilddrüsenüberfunktion
  • Menschen mit ständiger Medikamenteneinnahme wie z.B. Marcumar
  • Menschen mit krankhaften Esssstörungen (Bulimie, Magersucht)
  • Menschen mit gravierendem Untergewicht
  • Menschen mit fortgeschrittener Leber- oder Nierenleiden
  • Menschen mit medikamentös behandelter Depression
  • Menschen mit Psychosen od. anderen psych. Erkrankungen
  • Menschen mit anderen schweren Erkrankungen
  • Menschen mit Alkohol- oder Drogenabhängigkeit

Was passiert, wenn ich beim Wandern nicht Schritt halten kann?

Es kommt immer mal wieder vor, dass sich Teilnehmer vorab körperlich fitter einschätzen als sie es tatsächlich sind. Da ich nur kleine Fastengruppen von 8-12 Teilnehmern anleite entwickelt sich häufig ein schönes und rücksichtsvolles Miteinander. Wenn ein Teilnehmer absolut nicht Schritt halten kann, muss derjenige aber auch bereit sein, seine Tage selbständig zu gestalten. Z.B. geht er kürzere Strecken (wo machbar) oder genießt auch mal einen Tag Ruhe. Einen Anspruch auf  Rückerstattung der Kurs- oder Hotelgebühr hat er nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Fasten nach Buchinger und der sogenannten Nulldiät?

Bei der „Null-Kalorien-Diät“ wird nur Wasser verabreicht. Beim Buchinger-Fasten hingegen werden täglich etwa 2-3 Liter Flüssigkeit in Form von Wasser, Kräutertees, Frucht- und Gemüsesäften mit insgesamt 250 – 400 Kalorien zugeführt. Deshalb können die beim Fasten entstehenden sauren Abbauprodukte durch die zugeführten pflanzlichen Kohlenhydrate und basischen Inhaltsstoffe kompensiert werden. Zusätzlich wird die Ausscheidung von Säuren über den Urin gefördert. Ein intensives Rahmenprogramm mit Ernährungsempfehlungen, Bewegung, Entspannung und weiteren Maßnahmen gehört zum kompetent durchgeführten Buchinger-Fasten dazu.

Was ist Basenfasten?

Basenfasten ist der freiwillige Verzicht auf  säurebildende Nahrungsmittel, also im wesentlichen tierische Produkte, Getreide und Hülsenfrüchte, für einen begrenzten Zeitraum. Der Körper bekommt zusätzlich eine Auszeit von hochverarbeiteten Lebensmitteln, besonders auch Genussmitteln wie Kaffee, Alkohol und Süßwaren.  Ähnlich wie beim Fasten nach Buchinger verliert man an Gewicht, was durch das angebotene intensive Bewegungs- und Entspannungsprogramm noch gefördert wird. Durch die pflanzliche und basische Kost werden Geschmacks- und Geruchsnerven neu sensibilisiert und die Lust auf pflanzlich basierte Vollwertnahrung geweckt. Während der Basenfasten-Woche bekommen Sie über Gesundheitsvorträge das notwendige Wissen für den Einstieg in eine gesunde Lebensweise mit auf den Weg.

Wer darf am Basenfasten teilnehmen?

Basenfasten ist  prinzipiell für jeden Menschen geeignet und kann das gesundheitliche Wohlbefinden, sowohl körperlich als auch psychisch, fördern. Besonders geeignet ist es für Teilnehmer, die sich zwar gesund fühlen, aber wegen chronischer Medikamenteneinnahme nicht am Fasten nach Buchinger teilnehmen können. Ausnahmen sind lediglich Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit, Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen im Endstadium sowie Personen mit Essstörungen.

Verursacht Fasten eine Übersäuerung (Azidose)?

Wenn man während des Fastens den Urin testet, stellt man fest, dass dieser deutlich saurer ist als zu anderen Zeiten. Die Körperflüssigkeiten bleiben aber neutral, solange nach Buchinger gefastet und ausreichend Flüssigkeiten wie Wasser und basenbildende Getränke (Obst- und Gemüsesäfte) zugeführt werden. Dagegen war eine Fastenazidose bei Nulldiät häufiger zu beobachten.

Ist Fasten gefährlich für den Körper, weil Muskeleiweiß abgebaut wird?

Da es sich beim Fasten nach Buchinger um keine Nulldiät handelt ist der fastenbedingte Eiweißverbrauch gering. Außerdem werden alle Muskeln durch tägliche sportliche Betätigung wie Nordic Walking und Wandern, aber auch Entspannungsübungen bewegt und gekräftigt, so dass es hier zu keinem Muskelabbau kommen sollte.

Wie schnell kommt es nach dem Fasten wieder zur Gewichtszunahme?

Empfehlenswert ist es, die Kostaufbauphase nach dem Fasten über einige Tage zu verlängern. Wer langanhaltende Erfolge auf der Waage verzeichnen möchte, der sollte, die während der Fastenwoche empfohlene Ernährungsumstellung befolgen und so lange wie möglich auf Genussmittel wie Süßigkeiten und Alkohol verzichten.

Andere Methoden wie das sogenannte Intervallfasten oder der regelmäßigen Einbau von basischen Fastentagen unterstützen den positiv Effekt einer langanhaltenden Gewichtsnormalisierung.

Die entsprechenden Informationen zu empfehlenswerten Lebensmitteln inklusive Rezepten erhalten Sie von mir während des Fastenkurses. Es hängt von Ihnen ab, inwieweit Sie diese Empfehlungen umsetzen.

Werden beim Fasten sogenannte Schlacken abgebaut?

Otto Buchinger prägte den Begriff „Entschlacken“ 1935, in einer Zeit, in der den Menschen die „Schlacke“ als unverbrannte Rückstände aus Hochöfen in der metallverarbeitenden Industrie ein Begriff war.

Da es in der Medizin das Wort Schlacke nicht gibt, verstehen wir es heute eher als Synonym für Überflüssiges, Störendes und Schädliches für unsere Gesundheit wie

  • überschüssige Fette, sichtbar als erhöhte Triglyceride oder LDL (Low Density Lipoproteine) im Blut
  • erhöhte Harnsäure in Blut und Gewebe als Ursache von Gichtablagerungen
  • schädliche langkettige AGEs (Zucker-Eiweiß-Verbindungen)
  • und viele mehr….,

Die Ursache dafür liegt in der heutigen ungesunden Lebensweise und führt auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen.

Durch regelmäßiges Fasten, den Einbau von Bewegung- und Entspannungseinheiten und die Umstellung auf gesunde Ernährung können sich einige dieser körperlichen  Beschwerden nachhaltig verbessern.

Muss ich Glaubersalz zu Beginn des Fastens nehmen?

Manche von Ihnen haben einen regelrechten Horror vor dem Geschmack des Glaubersalzes, anderen macht es jedoch gar nichts aus. Wieder andere berichten davon, dass es noch nicht mal gewirkt hat.

Die gründliche natürliche Darmentleerung zu Beginn des Fastens mit Glaubersalz ist eine wichtige Voraussetzung für den gelungenen Einstieg in das Fasten. Es mindert das Hungergefühl, fördert die Reinigung und die Regeneration des Verdauungssystems.

Auch hier gilt, die Methode ist der Weg. Ich zeige Ihnen, wie man das Salz ohne Würgereiz „hinunter bekommt“ und wie es wirkt, wenn man die Regeln beachtet.

Für den, der es partout nicht nehmen kann oder will, gibt es gute Alternativen.

Ist die regelmäßige Darmentleerung mittels Einlauf während des Fastens nötig?

Da wir nur noch flüssige Nahrung und keine Ballaststoffe zu uns nehmen, reduziert der Darm die üblichen Bewegungen zum Weitertransport und Durchmischen seines Inhalts. Der beim Fasten zur Ruhe gekommene Verdauungstrakt benötigt aber unbedingt die tägliche Entleerung, um Gallensäfte sowie abgestorbene Darmbakterien und abgeschilferte Zellen ausscheiden zu können. Sonst könnten Stoffwechselprodukte und Giftstoffe wieder zurück in den Blutkreislauf gelangen und zu Nebenwirkungen wie Kopf-, und Gliederschmerzen führen. Auch hier wird durch das Entleeren des Darmes dem Hungergefühl vorgebeugt.

Deshalb wird empfohlen, mindestens jeden zweiten Tag einen Einlauf mit körperwarmem Wasser durchzuführen. Was Sie dafür mitbringen sollten und wie der Einlauf durchgeführt wird erfahren Sie während des Kurses.

Wie kann ich mich auf die Fastenwoche vorbereiten?

Um sich körperlich und seelisch einzustimmen, sollten Sie schon zu Hause mindestens einen oder zwei Entlastungstage einlegen. An diesen Tagen essen Sie am besten keine tierischen Produkte mehr und verzichten auf Alkohol und Süßes. Stattdessen empfiehlt es sich, frisches und/oder gedünstetes Obst und Gemüse, Nüsse, Reis, Kartoffeln, Vollkornmüsli und Knäckebrot zu sich zu nehmen. Wichtig wäre auch, die Kalorienzufuhr schon etwas zu reduzieren.

Es empfiehlt sich, den Genuss von Kaffee und schwarzem Tee schrittweise zu reduzieren und  2-3 Tage vor Fastenbeginn komplett darauf zu verzichten. Dadurch verringert sich die Gefahr von möglichen Kopfschmerzen durch  Koffeinentzug während des Fastens. Trinken Sie stattdessen Wasser und Kräutertee in ausreichender Menge.

Eine genaue Anleitung schicke ich jedem meiner TeilnehmerInnen rechtzeitig vor Kursbeginn zu.